St. Bernhards-Klub e.V.

1. Spezialklub für Bernhardiner gegründet 1891

Tipps für Welpenkäufer

Nachfolgend finden Sie einige wertvolle Tipps, die Sie beim Kauf eines Welpen unbedingt beachten sollten:

  • Kontaktieren Sie mehrere Züchter.
  • Fragen Sie die Züchter, ob Sie sich auch schon vor dem Kauf und unverbindlich bei ihnen umsehen können.
  • Besuchen Sie die Züchter, bei denen Sie sich gut informiert und betreut fühlen.
  • Informieren Sie sich und schauen Sie auch "hinter die Kulissen"!
  • Lernen Sie die Umgebung der Mutterhündin und der Welpen kennen.
  • Schauen Sie die erwachsenen Tiere an. Sind sie sehr ängstlich oder sehr forsch? Oder sind sie zunächst reserviert, aber dann zutraulich? Bitte bedenken Sie das Sprichwort: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." Hunde vererben ihr Wesen!
  • Achten Sie darauf, ob die Hunde und Welpen Familienanschluss haben. Dürfen sie sich  manchmal auch im Wohnbereich aufhalten? Oder wachsen sie reizarm in "wunderschönen" Hundezimmern oder nur im Zwinger auf? Haben sie genügend freien Auslauf?
  • Wie sind die Sauberkeit in der Unterkunft und die Pflege der Hunde? Das langhaarige  Bernhardinerfell sollte bei den erwachsenen Hunden weder geschoren noch verfilzt sein.
  • Ein seriöser Züchter wird alle Ihre Fragen geduldig beantworten, sich Zeit für Sie nehmen, aber auch selbst viele Fragen an Sie richten.
  • Ein seriöser Züchter verkauft Ihnen keinen Hund im Internet, am Telefon, per Fax oder E-Mail. Er lässt auch nicht mit sich um den Preis feilschen; es handelt sich bei einem Welpen um ein Lebewesen und nicht um eine Sache.
  • Haben Sie bitte Verständnis, wenn er sich nicht auf Ratenzahlung einlässt. Wem schon der Kaufpreis zu hoch ist, hat wahrscheinlich später auch Schwierigkeiten, Futter- und ggf. Impf- bzw. Arztkosten zu bezahlen.
  • "Prüft" ein Züchter Sie auf Herz und Nieren, können Sie ziemlich sicher sein, an der richtigen Adresse zu sein, nämlich bei einem Züchter, dem das Schicksal seiner Welpen nicht gleichgültig ist, der gewissenhaft ist und der nicht nach dem schnellen Geld "schielt".
  • Ein seriöser Züchter ist Mitglied eines Rassehundezuchtvereins im VDH.
  • Ein seriöser Züchter gibt Ihnen einen Impfpass, die Mindestanforderungen an die Haltung seiner Hunderasse und evtl. eine Kopie des Wurfabnahmeprotokolls mit und - falls schon vom Zuchtverein ausgestellt - auch eine korrekt ausgefüllte und gesiegelte Ahnentafel.
  • Er wird Sie bitten, Ihren Hund einem Tierarzt Ihres Vertrauens vorzustellen, zumal in wenigen Wochen die Anschlussimpfung fällig sein wird.
  • Er wird Ihnen eine Reihe von Ratschlägen mit auf den Weg geben, z.B. für Ihr Verhalten in den ersten Nächten, für die Fütterung usw. Vielleicht gibt er Ihnen sogar eine schriftliche Zusammenfassung seiner Erfahrungen und Fotos aus den ersten Wochen des Hundes mit; dann freuen Sie sich besonders.
  • Ein Züchter des St. Bernhards-Klubs gibt Ihnen die Klubbroschüre „Der St. Bernhardshund“ und den Mitgliedsantrag für ein kostenloses Probemitgliedsjahr mit.
  • Ein guter Züchter wird auch später immer für Sie da sein.

Ein Tipp für Sie ganz persönlich zum Schluss:

  • Bitte bedenken Sie: Ein Hund kostet viel Zeit und Geld. Es geht also nicht, dass er den ganzen Tag allein ist oder nicht regelmäßig Gassi gehen kann. Sonst verkümmert er; und das ist Tierquälerei!
  • Auch ein Bernhardiner ist ein ganz "normaler" Hund und will erzogen werden. Er ist ein Rudeltier, will immer bei Ihnen sein und braucht sein "Leittier", nämlich Sie.
  • Wenn dies bei Ihnen nicht gesichert ist, wird Ihnen ein seriöser Züchter keinen Hund verkaufen. Sie sollten dann aber auch selbst auf einen Hundekauf verzichten!